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15. Dezember 2011 / RafiLee

Cache-Hunting auf Gran Canaria – Teil 2

Gerade jetzt wo Winter bei uns ist und wir mit dem Wetter so überhaupt nicht zufrieden sind, verschwenden wir wieder mal ein paar Gedanken an unseren letzten warmen erholsamen spassigen Sommerurlaub auf Gran Canaria 8-) . Hier kommt unser zweiter Teil zum Reisebericht Cache-Hunting auf Gran Canaria. Wer der ersten Teil nicht kennt, kann diesen hier nachlesen.

Auf zu den Vulkanen

Jetzt geht es endlich so richtig los. Nach Tagen der puren Erholung und zunehmend gebräunter Haut könnten wir glatt als Einheimische durchgehen :-P . Zeit mit dem Mietauto die Bergregion Gran Canarias im Inselinneren zu erkunden.
Wir machen uns also auf den Weg zum Roque Nublo. Das Wahrzeichen der Insel schlecht hin und 1817 Meter hoch.
Unser Weg führt uns direkt von der Küste ins Landesinnere, vorbei an massiven Felsen und dunkelrotem Basalt, quer durch die wilde Cumbre. An unserer ersten Station “Rock around” (GC51BA) machen wir halt. Parkmöglichkeiten gibt es keine. Aber wir sind ja in Spanien und so entscheiden wir uns das Auto am Strassenrand zu parken :-) . Laut GPS müssen wir nochmal 200 Meter zu Fuss weiter. Die Richtung wird durch einen Abhang versperrt, also heisst es hier mit Händen und Füssen klettern. Auf der sandigen Steinplattform angekommen erhaschen wir lächelnd den Blick auf’s Meer, welches am Horizont in blauen Farbtönen auf und ab flackert. Der restliche Weg zu den Koordinaten läuft sich sehr bequem. Der Boden unter uns ist sandig weich. Am Finale angekommen suchen wir nach einem aufgetürmten Steinhaufen. Doch die Suche ergibt sich garnicht so leicht, da genau an dieser Stelle nur alles so mit Steinen übersät ist. So vergehen Minuten der Suche bis dann Lee endlich eine wirklich schöne und grosse Box in der Hand hält :D .

Es geht weiter mit dem Auto, weiter in den Hitzekessel der Insel hinein. Unsere nächste Station ist das kleine Dorf Arteara, auch Artedara oder Arteaga genannt. Mit seinem komischerweise weniger bekannten archäologischen Park wurde dieses Ureinwohnerdorf eher durch seine Inzucht bekannt 8-O . Bei einer Volkszählung von 1910 führte von den 11 registrierten Familienoberhäuptern angeblich sechs den ersten Familien-Nachnamen Vera. tzz tzz tzz….

Wir fahren durch das winzig kleine Dorf und kommen am Ausgangspunkt unserer nächsten Station an, der okkulten Grabstätte “King’s Tomb”, die zum archäologischen Gebiet erklärt wurde. Ein bizarres Bild spiegelt sich uns wieder beim Betrachten dieses Ortes, der gleich mit dem Tradi “Necropolis of Artedara” (GC2KJ77) und dem Earth-Cache “The Great Landslide of Artedara” (GC2KKRP) aufwartet. Hier fanden sich vor langer Zeit über 1000 Gräber der Ureinwohner Gran Canarias, die heute noch aus riessigen Basaltfelsen bestehen.

Es ist noch nicht mal 12 Uhr Mittags in Arteara und wir haben gefühlte 80° in der Luft. Lee entscheidet sich spontan dem schaurigen Ort Ihren eigenen Namen dafür zu verleihen: Der Vorhof zur Hölle! Ich lache laut und wir drücken uns gegenseitig die Wasserflasche in die Hand. Dann geht es los. Wir schlagen uns auf dem angelegten Weg quer durch den archäologischen Garten, der – nur soweit das Auge reicht – mit riessigen rötlichen Basaltgesteinsbrocken übersät ist. Eine solche Angelegenheit kann man kaum beschreiben, man muss es selbst erlebt haben. Aber soviel sei gesagt, wir sind fündig geworden ;-) . Jeder, der etwas Zeit auf der Insel verbringt und die Gelegenheit hat, sollte hier vorbei schauen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Nach unglaublicher Hitze freuen wir uns über die Klimaanlage im Auto und fahren weiter in die Höhe. Auf dem Weg zum Roque Nublo erledigen wir noch den ein oder anderen Cache und machen einige imposante Bilder von der wilden Natur. Dann stehen wir auf knappen 1800 Höhenmetern vor der Infotafel des Roque Nublo und die Luft brennt vor Hitze :-? . Aber was soll’s – wir wollten ja unbedingt diesen Earth-Cache mitnehmen 8-) . Von hier aus lässt sich schon der fingerförmige Gesteinsmonolith des Roque Nublo (GC25JJJ) erspähen, der an einen “alten Mönch” erinnert. Direkt neben Ihm sein treuer Gefährte, der Monolith Roque Rana, dessen Aussehen einem Frosch ähnelt. Die Überreste dieses riessigen Vulkans werden in vielen Reiseführern oft als “der Mönch und sein Frosch” beschrieben. Aber seht selbst auf dem Bild. Wir fragten uns allerdings, ob der Gnom, auf den Lee’s Finger zeigt, auch einen Namen hat?!? :-) Eine kleine Wanderung auf das Plateau des Roque Nublo lohnt sich. Allerdings empfehlen wir dies bei gesenkten Temperaturen zu tun, z.B. im Herbst oder Frühjahr. Einfach zu heiss hier oben im Sommer! :-P Auf einem nahegelegenen Waldparkplatz machen wir dann Pause und erholen uns von soviel Natur und Dosenjagd.

Nach einem gestärkten Picknick treten wir gemütlich unseren Rückweg über den Süd-Westen der Insel an. Dabei kommen wir noch an vielen weiteren Dosen und idyllischen Plätzen vorbei, wie zum Beispiel am Pinienwald “Llanos de la Pez”, der Sonntags von Einheimischen für’s BBQ überflutet wird, oder am See “Embalse de la Cueva de la niñas”, in dem wir uns eine Abkühlung gönnen, um anschliessend noch “Jumping Sheppard” zu besuchen. Auf unserem Rückweg durch die erlebnisreiche Natur auf Gran Canaria finden wir immer wieder versteckte Dosen. Und so freuen wir uns über einen rundum gelungenen Tag.

Wie man sehen kann gibt es auf Gran Canaria wirklich viel zu erkunden. Ob Sonnenbaden, Fallschirmspringen, Wandern oder eben Geocaching. So vielfältig das Angebot ist, so schön ist es auch die Menschen mit ihren Kulturen und das viele gute Essen kennen zu lernen. Wir möchten in unserem Beitrag bewusst keine Empfehlungen für Caches abgeben, die man unbedingt gemacht, gesehen oder lieber bleiben lassen sollte. Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich. Und nicht jeder trägt eine Kletterausrüsten in seinen Ferien mit sich herum, und auch nicht Alle fliegen in den Urlaub um nur zu cachen.

Gran Canaria ist jedenfalls eine Reise wert – es lohnt sich.

Eure RafiLee

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  1. Sonja / Jan 24 2012 12:37

    Cooler Bericht! Auf so was hätte ich auch mal Bock!
    Ich hoffe, dass ich ein paar Mädels überreden kann, dass sie mit mir auch so was machen im Ulraub.
    Ich würde aber gerne eh Richtung Portugal oder so.. War da jemand schon von euch im Urlaub?
    Ich würde das auch mit Surfen gleich verbinden wollen.

    • RafiLee / Jan 26 2012 14:02

      Hi Sonja, na dann los!
      In Portugal selbst war ich bis jetzt auch noch nicht. Da möchten wir auch mal hin.
      Vorallem Lissabon wurde mir selbst schon oft empfohlen. Wie’s mit dem Surfen ist keine Ahnung,
      aber Surfen, Geocachen, Stadtbummeln in Portugal hört sich gut an… ;-)

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